Salvete vos omnes, qui linguam Latinam amatis! Willkommen, ihr Liebhaber der lateinischen Sprache!

Latein am Helmholtz

Das Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken bietet Latein als zweite Pflichtfremdsprache oder als freiwillige dritte Fremdsprache an (vgl. Sprachenfolge).

Die zweite Fremdsprache setzt in Klasse 6 ein, läuft verpflichtend bis zur 10. Jahrgangsstufe und kann in der Oberstufe im Rahmen eines Grund- oder Leistungskurses bis zum Abitur weitergeführt werden.

Am Ende von Klasse 10 erwerben die Schüler bei entsprechenden Leistungen das Latinum.

Die dritte fakultative Fremdsprache beginnt in Klasse 9. In diesem Falle setzt der Erwerb des Latinums einen Unterrichtsbesuch bis zum Abitur voraus.

Das moderne Unterrichtswerk hat sich in den letzten Jahrzehnten vielleicht in keinem Fach so grundlegend verändert wie im Fach Latein.

Der Schüler lernt heute die verschiedenen Deklinationen und Konjugationen gleichzeitig und erkennt somit schneller die Strukturen der lateinischen Sprache. Außerdem werden Form und Funktion miteinander verknüpft, wie ein Blick in die Grammatik verdeutlicht. So entsteht eine Vernetzung von Wortschatz, Formenlehre und Satzbau, die dem verstehenden Spracherwerb entgegenkommt.

Unterstützt wird dieser Vorgang durch farbliche Gestaltung, thematisch übergreifende Einheiten und das vielfältige Bildmaterial, das dem Schüler über das Kennenlernen der Sprache hinaus frühzeitig mit der römischen Kultur vertraut macht. Außerdem werden die Schüler durch Aufgaben mannigfacher Art dazu ermuntert, eine Brücke zwischen der Antike und unserer Zeit zu schlagen.

Unsere Lage am Rande der geschichtsträchtigen SaarLorLux-Region, mit Verbindung ins Elsass und zur Rheinschiene bietet uns vielfältige Möglichkeiten, den Kindern das Leben in der römischen Provinz nahe zu bringen mit Ausflügen z.B. nach Schwarzenacker, in den europäischen Kulturpark Reinheim-Bliesbruck, nach Saarbrücken, zur Villa Borg, nach Trier und Speyer.

Außerdem versuchen wir den Unterricht zu erweitern durch Projekte und Exkursionen.

Zur Beratung und Unterstützung stehen alle Mitglieder unseres Teams Ihnen jederzeit zur Verfügung.


Qua de causa studium linguae Latinae dulce ac utile sit – Warum es schön und nützlich ist, sich mit Latein zu beschäftigen

Ohne das römische Weltreich und das alle Völker des Imperium Romanum einigende Band der lateinischen Sprache hätten weder der griechische Geist noch der christliche Glaube ihre weit gespannte Wirksamkeit entfalten können.

Nicht allein, dass die meisten europäischen Sprachen sich aus dem Lateinischen entwickelt haben, Latein bildete auch lange die staatstragende Sprache neben den Nationalsprachen.

Lateinisch schrieben die Dichter, lateinisch sangen die Sänger, lateinisch sprachen und schrieben Diplomaten, Juristen und Theologen, die lateinische Liturgie vereinte in allen christlichen Ländern der Erde die Gläubigen und schuf so ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit über alle Grenzen hinweg.

Latein in den Klöstern, Latein an den Höfen, Latein in den Gelehrtenstuben, Latein bei jedem von uns im Alltag: Ob wir das Fenster (fenestra) öffnen, das Dach (tectum) mit Ziegeln (tegulae) decken, unsere Moneten (monetae) zählen, im Keller (cella) Kartoffeln holen, uns einen Pfirsich (Persicum) schälen, im Garten unserer Villa (villa) Kirschen (cerasi) pflücken, ob wir in ein Kloster (claustrum) eintreten oder unser Leben als Magister (magister) an einer Schule (schola) verbringen, ob wir Minister (minister), Professor (professor) oder Fabrikant (fabricare), Kanzler (cancellarius), Kaiser (Caesar) oder Koch (coquus) sind:

Von Ampulle (ampulla) bis zu den heißen Zonen (zonae, urspr. griechisch) und vom Agrarüberschuss (agrarius) bis zu den beliebten Kondomen (condere), wir alle schwimmen tagtäglich in einem Meer lateinischer Lehn- und Fremdwörter, die uns zeigen, wie fundamental (fundamentum) und total (totus) unsere Kommunikation (communicare) mit der Antike (antiquus) ist.

Nicht nur, dass wir für das Erlernen der anderen europäischen Sprachen mit Lateinkenntnissen eine wertvolle Grundlage mitbringen, die Beschäftigung mit Latein als einer sich nicht mehr verändernden und entwickelnden Sprache ist von unschätzbarem Wert. Hier tritt uns ein grammatisches System entgegen mit klaren Regeln, in sich geschlossen, abgerundet, überschaubar.

An ihm können wir arbeiten, Sätze analysieren, Formen bilden und ihre Funktion im Satz erkennen, mit einem Wort:

Latein lernen heißt

  • über die Gesetzmäßigkeiten von Sprache nachdenken

  • tief in unsere Geistesgeschichte eintauchen

  • begreifen, was unser römisches Erbe für Europa heute bedeutet


De mutatione mystica verborum – Die geheimnisvolle Wörterverwandlung

Bei allen veränderbaren Wortarten (Substantive, Adjektive, Pronomina, Zahlwörter, Eigennamen, Verben) müssen wir im Lateinischen auf die Endungen und die „Zeichen“ achten.

Dort sind die entscheidenden Informationen abzulesen:

  • bei den Nomina:

Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Vokativ, Ablativ)

Numerus (Singular, Plural)

Genus (Maskulin, Feminin, Neutrum)

  • bei den Verben:

Person

Numerus (Singular, Plural)

Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ)

Tempus (Präsens, Imperfekt, Futur I; Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II)

Genus Verbi (Aktiv, Passiv)

Die Kraft dieser Verwandlung und das „Baukastenprinzip“ der lateinischen Sprache sollen an einem Beispiel gezeigt werden. Denken Sie an ein Legospiel!

Beispiel: vocare – rufen

 

Präsens-Stamm

Zeichen

Endung

Deutsch

Indikativ Präsens

voca

-----------

t

er ruft

Konjunktiv Präsens

voc(a)

e

t

er möge rufen

Indikativ Imperfekt

voca

ba

t

er rief

Konjunktiv Imperfekt

voca

re

t

er riefe

Futur I

voca

 

bi

t

er wird rufen

Im Perfektstamm und im Passiv funktioniert das Prinzip genauso.


Quaestio gravissima, ubi sit „Praedicatum“? - Die entscheidende Frage: „Wo ist das Prädikat?“

Der Satzbau der lateinischen Sprache hat manchmal so seine Tücken, da die Satzaussage (= Prädikat) im Hauptsatz oft die letzte Stelle einnimmt, bei der Übersetzung ins Deutsche aber vorgezogen werden muss.

Beispiel:

Hodie mercatores in foro piscatorio, quod clamore
Heute Händler auf dem Fischmarkt, den mit Geschrei

complent, pisces vendunt. –
sie füllen, Fische sie verkaufen.

Dies ist eine Wort-für-Wort-Übersetzung, welche die Schwierigkeiten, die der Schüler bei der Übertragung ins Deutsche hat, deutlich macht.

Außer der Stellung des Prädikats zeigt sich auch, dass der deutsche Satz notwendigerweise länger ist als der lateinische; denn Artikel und Pronomina, die sich in den Endungen verstecken, kommen dazu.

Die korrekte Wiedergabe lautet also: Heute verkaufen Händler auf dem Fischmarkt, den sie mit ihrem Geschrei erfüllen, Fische.

Diese sogenannte Regelstellung (Einleitung – Subjekt – Adverbialien – Objekte – Prädikat) wird von römischen Autoren je nach Bedarf durchbrochen. Einer der berühmtesten Sätze der antiken Literatur ist wohl der Anfang aus dem „bello Gallico“ Cäsars:

Gallia est omnis divisa in partes tres

Gallien ist als Ganzes gegliedert in drei Teile.

In unserer gelernten Regelstellung würde dem Satz jede Spannung fehlen. Er wäre unerträglich nichtssagend und langweilig: Omnis Gallia in partes tres divisa est.

Bei Cäsar aber lebt der Satz, er atmet im Rhythmus natürlich wirkender Betonungsstellen.

  • „Gallia“ als Thema am Anfang

  • „omnis“ und „divisa“, die Gesamtschau und die Aufteilung des Landes in der Satzmitte dicht aneinander gerückt

  • das Zahlwort „tres“ betont ans Ende gestellt, um die geographische Gliederung und politische Splitterung in den Blick zu nehmen

Das ist lateinische Sprachkunst, knapp und wirkungsvoll.


De libro, quo nunc utimur – Das derzeitige Übungsbuch

Am Helmholtz-Gymnasium wird zurzeit das Unterrichtswerk „PRIMA“ aus dem C.C. Buchner Verlag für die 2. und 3. Fremdsprache verwendet.

Es bietet eine Fülle von Begleitmaterialien an, die wir im Unterricht gar nicht alle ausschöpfen können.

Die einzelnen Lektionen sind jeweils zu einem Themenkreis zusammengefasst und bieten neben ausführlichen Informationen über den historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund einen Text und vielfältige Übungsformen an.

Alle Lektionen werden, wie heute üblich, von farbigem Bildmaterial begleitet.

Dazwischen gibt es Seiten mit Zusammenfassungen zu dem bereits erarbeiteten Stoff und Hinweisen zum leichteren Lernen, etwa von Vokabeln und Grammatik.

Auf der Internetseite des Verlags (www.ccbuchner.de) können Sie sich weitere Informationen holen.


Roma aeterna! Roma ubique terrarum! – Ewiges Rom! Rom überall auf der Welt!

Gerade der Lateinunterricht braucht dringend eine Belebung und Erweiterung, eine Verankerung in der Erlebniswelt der Kinder.

Dies versuchen wir durch Projekte und Unterricht „am andern Ort“ zu leisten.

Das Lateinbuch enthält Aufgaben und Hinweise zu mannigfaltigen Aufgaben, die über den normalen Unterricht hinausweisen. Die Kinder werden ermuntert, über die Antike zu recherchieren, Referate zu halten, ihre Kreativität zu entfalten.

Bei besonderen Gelegenheiten, z.B. an Schulfesten oder Informationstagen, stellt sich die Fachschaft Latein der Schulgemeinschaft dar.

Es werden Spiele gespielt, römisch gekocht, Lieder gesungen und kleine Theaterstücke eingeübt. Den Schülerinnen und Schülern bereitet es eine besondere Freude, sich römisch zu kleiden und phantasievoll ein römisches Ambiente zu schaffen.

Außerhalb des Unterrichts kommen die Schüler mit der Antike in Berührung: Sie besuchen Ausstellungen im Museum, erkunden von den Römern gegründete Städte (Trier), besuchen den europäischen Kulturpark Reinheim-Bliesbruck oder die Ausgrabungen in Schwarzenacker. Gerade in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, einem Teil der ehemaligen römischen Provinzen, lernen die Schüler hautnah, wie sehr das römisch-keltische Erbe unser heutiges Europa geprägt hat.

Manchmal schweifen wir auch in die Ferne, in das Mutterland der alten Römer, und lassen uns in Rom überwältigen von den Ehrfurcht gebietenden Überresten einer Metropole. Sogar im entlegenen Istrien sind wir auf die Zeugen römischer Herrschaft gestoßen.

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THEMENTAGE 2013: ALTERTUMSWISSENSCHAFT

Das Ziel der Thementage für die Schüler der MSS lautet: Kontakte zur wissenschaftlichen Forschung knüpfen.

Der Fachbereich Latein versucht, auch bei „Nicht-Lateinern“ die Neugier gegenüber der Vergangenheit Europas zu wecken oder – falls bereits vorhanden – gezielt zu verstärken.
Da dies hier nicht über die Vermittlung der lateinischen Sprache erfolgen kann, nehmen wir Alte Geschichte und Archäologie zu Hilfe.

An den drei Tagen sind die Schüler der Antike und ihrer eigenen Gegenwart in verschiedener Weise begegnet:

  • durch die Betrachtung zweier Filme, deren Handlung auf direkte oder eher verschlüsselte Form auf den „Irrfahrten des Odysseus“ beruht, einem Thema, das uns persönlich angeht: Trennung und Wiedervereinigung, Abschied und Heimkehr, Flucht und Errettung, Verrat und Treue, Verlust und Bewahrung.
  • durch Grabungen vor Ort (in Schwarzenacker), die den mühsamen Alltag des Archäologen in Hitze und Staub hautnah Realität werden ließen und deutlich machten, dass es bei dieser Wissenschaft nicht primär um das Entdecken spektakulärer Schätze geht, sondern um das „Be-Greifen“ der Lebenswelten, die überall unsichtbar unter unseren Füßen liegen.
  • durch das eigenhändige Herstellen und Verzehren eines römischen Menüs, das uns zeigte, mit welchen Nahrungsmitteln, Gewürzen und Kräutern vor 2 000 Jahren hierzulande gekocht wurde, was verloren ging und was auch bei uns heute noch auf den Tisch kommt.
  • durch das genaue Anschauen, Vergleichen und Interpretieren von Objekten, die Griechen, Römer oder Kelten schufen und die den Schülern in der Abguss-Sammlung des Archäologischen Instituts der Universität des Saarlandes oder im Museum von kundiger Hand nahe gebracht wurden. Diese Werke (Original oder Replik) sind imstande, uns das Welt- und Menschenbild einer vergangenen Zeit zu zeigen, die mit unzähligen Fäden mit unserer Gegenwart verknüpft ist.

ASPICIENDO ET FACIENDO DISCIMUS


Congregatio nostra, quae linguae Latinae diligentissime consulit – Unser hochmotiviertes Lateinteam

Lateinteam2012

Membra – Mitglieder:
Buchhold, Eric
Gottert, Lothar
Lux, Annette


Enigmata, ludi et cetera – Rätsel, Spiele und Co.

Latein ist anstrengend, Latein erfordert Standvermögen und Lernbereitschaft.

Zum Ausgleich bieten wir etwas zum lustvollen Umgang mit den alten Römern, eben Rätsel, Spiele und locker daherkommende Informationen:

Römische Götter in Zweibrücken – eine Schnitzeljagd

Harry Potter & Latein

Harry Potter & Latein - 2. Lektion


Impressionen

Rom

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Villa Borg

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Trier

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Thementage Altertum

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Istrien

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Römer auf der Bühne

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Europäischer Kulturpark Reinheim

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Schwarzenacker

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