. : : 26.08.2010 17:26 |I| Unterricht einmal anders : : .
Unterricht in den Werkshallen
Erdkunde-Lk 12 bei John Deere in Mannheim und Bruchsal
Am 24.8.2010 besuchte der Erdkundeleistungskurs von OStR G.J.
Neis die John Deere Werke, in Mannheim sowie in Bruchsaal. Dabei wurde den
Schülern ein Einblick in die komplexe Produktion moderner landwirtschaftlicher
Geräte ermöglicht. Unter kompetenter Leitung wurden die Schüler über moderne
Planungs-, Arbeits- und Marketingstrategien wie etwa Modulbautechnik, Lean
Management, Simultaneous Engineering, Outsourcing, Corporate Identity und
Just-in-time- Produktion informiert. Bereits zu Beginn der Werksbesichtigung, wurde den Schülern
anhand eines Filmes, sowie eine interessant gestaltete Präsentation, die
geschichtlichen Daten der Firma näher gebracht:
Den Grundstein seines Unternehmens legte John Deere 1837, als
er den ersten selbstreinigenden Stahlflug erfand, welcher den wirtschaftlichen
Durchbruch schaffte. Heute hat John Deere bereits über 50.000 Mitarbeiter auf
dem ganzen Globus verteilt und bietet seine Artikel in mehr als 160 Länder zum
Verkauf an. Wer glaubt John Deere beschränkt sich nur auf landwirtschaftliche
Produkte hat weit gefehlt, das Angebot umfasst zusätzlich Baumaschinen,
Forstmaschinen, Kommunaltechnik sowie Geräte zur Rasen-, Grundstücks- und
Golfplatzpflege. Sogar eine geschäftseigene Bank existiert heute, sodass den
Landwirten eine perfekt Anlage bzw. Finanzierunf für ihre benötigten Produkte
gewährleistet werden kann. Die Werke in Mannheim haben ihren Ursprung im Jahre
1921 mit dem bekannten Lanz Bulldog HL12, dem ersten Traktor. Im Jahre 1956
übernahm dann John Deere die Aktienmehrheit der Heinrich Lanz AG.Heute ist das
Werk in Mannheim das zweit größte Produktionsstandort und der größte außerhalb
den USA. Auf einer Fläche von 46 Hektar finden über 2.700 Menschen ihren
Arbeitsplatz.
Nachdem die Geschichtsdaten vermittelt waren, ging es auf
direktem Weg in die Werkshallen, wo die Schüler Eindrücke der
„Fließbandproduktion" sammeln konnten. Vielen wurde hier erst richtig bewusst,
welch enorme Logistik hinter einem solchem Unternehmen steckt. Aus nächster Nähe
konnten die Schüler beobachten, wie aus einem Motorblock nach und nach ein
fertiger Traktor zusammenwächst, bei dem auch noch alles zusammenpasst, da die
Firma John Deere nur nach Auftrag arbeitet, was bedeutet, dass jeder Traktor
bereits bei der Produktion den induviduellen Kundenwünschen angepasst wird.
Nach einem vielfältigen Mittagessen in der Kantine fuhr der
Kurs dann mit dem Bus und den beiden Führern nach Bruchsal zu dem modernen
Kabinenwerk, das seit 1981 in Betrieb ist. Hier werden selbstfahrende
Erntemaschinen, Teleskoplader, Kabinen und Plattformen für Traktoren mit Hilfe
modernster Technik hergestellt. Diese werden dann an die Fabriken in Zweibrücken
und Mannheim geliefert. Ebenfalls befindet sich das europäische Ersatzteillager
in Bruchsal, welches die halbe Welt beliefert. Von Bruchsal aus werden
Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden an die Vertriebspartner von John Deere in
Afrika, Europa, Mittel- und Nahost geliefert. Es war sehr interessant für die
Schüler die faszinierende Lagertechnik und vor allem die Transportlogistik zu
verfolgen. So konnten sie die im Unterricht erlernten Begriffe, Verfahren und
Techniken hautnah erleben .Um 17:00 Uhr kamen die Schüler wieder in Zweibrücken
an.
. : : 01.07.2010 10:37 |I| Fit wie ein Turnschuh : : .
Die Rheinpfalz, 30.6.2010
Auch spazieren gehen hilft
Hintergrund: Zum „Sport und Gesundheit"-Projekt am Helmholtz-Gymnasium
Immer mehr Kinder und Jugendliche schleppen zu viele Kilos mit sich
herum. Schuld daran ist oft nicht nur eine falsche Ernährung, sondern auch
mangelnde Bewegung. Wie wichtig es ist, sportlich aktiv zu sein, lernten die
Sechstklässler des Helmholtz-Gymnasiums in dieser Woche. Das dreitägige Projekt
„Sport und Gesundheit" wurde von der Schule mit dem Evangelischen Krankenhaus
veranstaltet, das unter anderem kostenlos Ernährungsberater und
Physiotherapeuten zur Verfügung stellte.
Das Projekt sei bewusst für die sechsten Klassen angeboten worden, sagte
Sportlehrerin Ulrike Rohnert. „Wir wollen ihnen früh die Notwendigkeit
aufzeigen, Sport zu treiben." Ein Vortrag von Matthias Stopp, Chefarzt des
Evangelischen Krankenhauses, habe den Kindern verdeutlicht, „dass selbst
spazieren gehen besser ist als sitzen, und wie wichtig es ist, sich zu bewegen,
um ,Zivilisationskrankheiten" wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder
Fettleibigkeit vorzubeugen." Ein gesundes Frühstück, das die
Ernährungsberaterinnen des Krankenhauses mit den Kindern zubereiten, soll ihnen
„bewusst machen, was es zum Beispiel heißt, Cola statt Wasser zu trinken, und
was man tun muss, um die Kalorien umzusetzen".
Bewegen dürfen sich die Schüler bei den Projekttagen natürlich ausgiebig. Anna
Sandmeier und Selina Nonnweiler aus der 6c sind gerade vom Nordic Walking in die
Westpfalzhalle zurückgekehrt. „Am Anfang war es ein bisschen schwer, die Arme
und Beine gleichmäßig zu bewegen", sagt Anna. Zwei Stunden seien sie auf dem
Rosenweg unterwegs gewesen. „Was, mir kam"s vor wie eine halbe Stunde?", fällt
ihr die Klassenkameradin ins Wort. Beide freuen sich nun auf eine Runde
Inline-Skating. Mit Fahrradhelm, Ellbogen- und Knieschützern ausgerüstet dreht
Niklas Haubeil ein paar Proberunden. Das sieht locker aus, obwohl er seit zwei
Jahren nicht mehr Inliner gefahren sei, wie der Sechstklässler erzählt. Ein
bisschen aus der Übung ist er doch: Zwei Stürze innerhalb von zwei Minuten -
„hat aber nicht wehgetan" - sprechen für sich. Scherzhaft gibt ihm sein
Mitschüler Christian Huwer dafür die „Haltungsnote 10,0".
Ulrike Rohnert, die seit 30 Jahren am Helmholtz-Gymnasium unterrichtet, hat
beobachtet, dass die sportlichen und motorischen Fähigkeiten ihrer Schüler immer
weiter auseinanderdriften. „Es gibt Kinder, die viele Sportarten beherrschen,
und das auf einem relativ hohen Niveau." Andere hätten schon beim Purzelbaum
große Orientierungs- und Kraftprobleme. „Das Mittelfeld mit guten motorischen
Grundfähigkeiten ist dagegen sehr geschrumpft", berichtet die Pädagogin. Sport
sei in den fünften und sechsten Klassen ein Lieblingsfach. „Die Kinder wollen
toben", meint Rohnert. Drei Stunden Sportunterricht pro Woche, ab der 9. Klasse
nur noch zwei, deckten den Bewegungsbedarf der Kinder nicht. Deshalb dürfen die
Helmholtz-Schüler in den Pausen unter Aufsicht die Sporthalle erobern.
„Insbesondere die Kleinen stürmen rein und stürzen sich auf die Bälle und
Geräte", hat die Sportlehrerin beobachtet. Angenehmer Nebeneffekt der
Spielepausen: „Es gibt weniger Streitereien, auch die Kollegen empfinden die
Kinder als ruhiger."
Schulsport solle vor allem vielfältig sein, sagt Rohnert. Der neue Lehrplan für
die fünften und sechsten Klassen sehe neben der allgemeinen motorischen
Grundausbildung vor, die Spielfähigkeit zu schulen. Das bedeutet, dass die
Schüler beispielsweise lernen, mit einem Ball zu dribbeln und zu passen, ohne
gleich ein Ziel anzuvisieren. Zusätzlich zum Sportunterricht bietet das
Helmholtz-Gymnasium Arbeitsgemeinschaften (AGs), die zum Teil auch von Vereinen
wie dem SV 64 Zweibrücken, der Vereinigten Turnerschaft Zweibrücken und den
Wassersportfreunden Zweibrücken mitgetragen werden. Nachmittagsunterricht, der
oft auch die Sporthalle blockiere, schränke den Raum für AGs aber ein.
Rund um das Thema Alkohol, seine Folgen und Auswirkungen drehte sich die Präventionsinitiative „Glasklar", eine Aktion der Krankenkasse DAK und des lFT-Instituts. Einer der Teilnehmer ist die Klasse 9d des Helmholtz-Gymnasiums.
Glasklar war es für die Schüler der Klasse 9d des Helmholtz-Gymnasiums, als sie im Biologieunterricht von ihrer Lehrerin Johanna Gruber-Flockerzi Bilder einer vom Alkohol geschädigten Leber gezeigt bekamen. „Das war schon abschreckend zu sehen, was Alkohol alles anrichten kann und da haben wir uns im Klassenverbund entschieden, an der ,Aktion-Glasklar' mitzumachen', erklärt Klassensprecherin Jessica Cremer. Mit dieser ganzjährigen Präventionsmaßnahme in Zusammenarbeit des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT) in Kiel und der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) sollen sowohl Kinder, Jugendliche wie auch gleichermaßen Erziehungsberechtigte ins Boot geholt werden um den Kampf gegen die Sucht anzutreten. „Das Komasaufen ist aktueller denn je und da soll mit „Glasklar" und der vom IFT-Institut ausgearbeiteten Mappe geholfen werden,
auch mal „Nein" zu sagen und an die Vernunft zu appellieren", informierte Marcus Semmet, Geschäftsstellenleiter DAK Zweibrücken/Pirmasens.
In den Arbeitsblättern mussten die Schüler allgemeine Fragen zu Konsum und Suchtverhalten beantworten.
Dazu kamen die „Versuchungen und Tricks" seitens der Werbeindustrie, die in Kleingruppen erörtert wurden. Darüber hinaus erhielten die 31 Helmholtz-Schüler Informationen zur Rechtsgrundlage, wie zum Beispiel zum Gaststättengesetz. Erläuterungen zu „Risiken und Nebenwirkungen" der Einstiegsdroge führten in der Klasse ebenso zu regen Gesprächsrunden wie der
Schwerpunkt der Aktion „Was sind Anzeichen für problematischen Alkoholkonsum".
„Die Klasse ist mit der Aktion tief bewegt umgegangen und hat dadurch auch bei anderen das Interesse geweckt", lobte Biologielehrerin Johanna Gruber-Flockerzi. Als Bonus erhielt die Schulklasse 100 Euro von den Entwicklern der Kampagne. „Respekt an euch alle, denn es gehört mehr dazu, als nur Fragebogen ausfüllen und abschicken", sagte Semmet.
Den Gewinn werden die Schüler einem sozialen Kinderprojekt im Raum Zweibrücken spenden. Der Direktor des Helmholtz-Gymnasiums, Hans Peter Philipp, überbrachte neben seinen Glückwünschen auch Dank und Anerkennung für den eifrigen der Schüler. Er betonte, dass es sich nicht etwas um ein zweitägiges Projekt gehandelt hat, sondern ein um ganzzeitliches Thema, dass auch zukünftig immer wieder als Ergänzung zum Unterricht einfließen wird.
Die „Unzensiert“ hat den ersten Sonderpreis „EinSatz für eine bessere Gesellschaft“
beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb gewonnen. Die Redakteurinnen Katja May, Helena Keller und Sabrina Balz
nahmen die Einladung in den Bundesrat nach Berlin letzte Woche wahr und kamen erfolgreich von der Preisverleihung zurück.
Ehrenurkunden, Buchpreise und BASF-Seminare gab es für 15 Schüler des Zweibrücker Helmholtz-Gymnasiums. Beim Chemieexperimentalwettbewerb der Klassen fünf bis zehn hatten die jungen Naturwissenschaftler tolle Ergebnisse erzielt. Die Aufgabe lag in der Herstellung und Verwendung von Selica-Gel.
Trotz aller Emanzipationsbemühungen: Offensichtlich trauern manche Männer immer noch den alten Zeiten nach, in denen die Frauen brav ihren Wünschen und Befehlen folgen mussten. Wie sonst wäre der Applaus der männlichen Zuschauer zu erklären, als am Freitag ein entsprechendes Zitat im Vorfeld der Aufführung zu William Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung" verlesen wurde?
Doch ganz ernst gemeint war dieser Applaus sicher nicht, aber er passte zur ausgelassenen Stimmung, welche die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft klassisches Theater mit ihrer aktuellen Aufführung zu verbreiten wussten. Denn William Shakespeares Stück ist eine rasante Komödie, welche das Thema Emanzipation zwar einerseits aus der Sicht eines Renaissancedichters zeigt, andererseits aber auch so differenziert und wohlüberlegt verarbeitet, dass es auch heute noch in die aktuelle Diskussion passt. Dieses Anliegen hatten die Schülerinnen und Schüler des Zweibrücker Helmholtzgymnasiums mit Sicherheit. Und so transferierten sie den fast 500 Jahre alten Stoff geschickt in eine Zeit irgendwann im 21. Jahrhundert.
Mit der Auswahl der turbulenten Komödie bewies die Truppe, wie gewohnt unter Leitung von Anita Bischoff, dass sie Herausforderungen nicht scheut. Denn der englische Dramatiker entwickelte auch in „Der Widerspenstigen Zähmung" eine komplexe Handlung mit vielen Personen, die mit voller Absicht verwirrt und täuscht. Doch die Helmholtz-Schüler wussten alle Schwierigkeiten zu meistern. Beispielsweise, indem man die Gepflogenheiten der Shakespeare-Epoche einfach umdrehte. Damals durften keine Frauen auf der Bühne stehen, und so mussten alle Rollen von Männern gespielt werden. In Zweibrücken interessierten sich jedoch mehr weibliche als männliche Schauspielfreunde für eine Bühnenkarriere und so spielten die Frauen eben Männerrollen. Ein Trick, der sicherlich auch dem Autor Spaß gemacht hätte.
Der Inhalt des Stückes wurde bis heute ungezählt oft abgewandelt und neu aufbereitet. Ein Vater hat zwei Töchter, die er unbedingt verheiraten will. Es gibt jedoch eine Bedingung: die Älteste muss zuerst unter die Haube, bevor auch die Jüngere zum Traualtar schreiten darf. Wie das Leben so spielt, ist aber diese ältere Tochter kratzbürstig und eine wahre Plage für ihre Mitmenschen, während die Schwester, liebreizend, hübsch und brav, ganze Scharen von Verehrern anlockt. Gelegenheit genug also für zahllose Verwechslungen, Intrigen und damit verbundene Wortgefechte.
All das übte die Arbeitsgemeinschaft klassisches Theater des Helmholtzgymnasiums in langen, anstrengenden Proben ein und vermochte dadurch eine spannende und mitreißende Aufführung auf die Bühne zu bringen. 25 Schauspielerinnen und Schauspieler aus unterschiedlichen Klassenstufen bevölkerten die schön gestaltete Bühne im kleinen Theatersaal der Hauptschule Mitte und ernteten viel Applaus von den Besuchern in den gut besetzen Stuhlreihen. Der galt zum einen sicherlich der Tatsache, dass die Laiendarsteller zu ihrem anstrengenden Schulalltag auch die umfangreichen Texte in einem heute ungewohnten Sprachrhythmus erlernten und professionell vorzutragen wussten. Zum anderen den schönen Kostümen, die auch optisch für Abwechslung sorgten. Mit Disziplin und sichtlicher Freude meisterte die Truppe zudem die Herausforderungen, welche das Zusammenspiel eines derart großen Ensembles bietet. Respekt!